Stadtgemeinde Zistersdorf

Mitte des 13.Jahrhunderts gründeten die Kuenringer eine ummauerte Stadt, welche bereits um 1284 das Stadtrecht erhielt. Zahlreiche feindliche Einfälle brachten immer wieder große Not über die Bevölkerung der Grenzstadt im Nordosten Niederösterreichs. Besonders wüteten die Hussiten, später die Schweden im Verlaufe des 30 - jährigen Krieges und vor allem die Kuruzzen im Jahre 1706. Trotzdem entwickelte sich die Stadt sehr rasch zu einem regionalen Handles- und Marktzentrum, vor allem mit dem Umland und auch östlichen Nachbarn in der Slowakei gab es eine rege Handlestätigkeit.

Die Zistersdorfer Stadtherren, nach dem Aussterben der Kuenringer folgten die Pottendorfer, später bis zum Jahre 1813 die Grafen von Althan, trugen unterschiedlich zur Entwicklung bei - hervorzuheben ist hier besonders Rudolf von Teuffenbach, der in der Stadt nicht nur den Ausbau des Schlosses, ehemals eine mittelalterliche Eckburg, vorantrieb, sondern auch ein Spital und das Franziskanerkloster gründete.

Das Schloss fiel nach dem Aussterben der Grafen Althan an die k.u.k. theresianische Ritterakademie, später erwarb das Gebäude die Stadgemeinde - heute ist die NÖ.Landesberufsschule der Spengler, Gas-Wasser-Heizungs Installateure und Kupferschmiede im ehemaligen Schloss untergebracht. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt zu beträchtlicher Größe, vor allem viele Gewerbebetriebe, die Ziegelindustrie und die Bahnanschlüsse belebten die Wirtschaft.

Weltweit bekannt wurde die Stadt in der Zwischenkriegszeit durch die Erdölfunde im Großraum Zistersdorf und die erste erfolgreiche Bohrung in Gösting II im Jahre 1932. Bis heute hat sich die Stadt den Charakter eines regionalen Wirtschaftszentrums erhalten können - der Besucher wird in der Großgemeinde neben vielen historischen Sehenswürdigkeiten vor allem den signifikanten Kennzeichen der Stadt "Brot-Wein-Öl" begegnen.

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